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Hochauflösendes Radar für automatisiertes Fahren

FORVIA HELLA treibt die Radarsensortechnologie für automatisiertes Fahren nach SAE Level 2+ und Level 3 voran – dank neuer Chip-Integration mit dem Halbleiterpartner NXP.

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Hochauflösendes Radar für automatisiertes Fahren

FORVIA HELLA, ein Automobilzulieferer, hat die Integration fortschrittlicher Halbleitertechnologie von NXP in seine nächste Generation hochauflösender Radarsensoren angekündigt, die unter der Bezeichnung ForWave7HD entwickelt werden. Ziel ist die Unterstützung automatisierter Fahrfunktionen bis SAE Level 2+ sowie der bedingten Automatisierung nach Level 3 in Pkw. Die Serienproduktion ist im Rahmen eines Projekts mit einem globalen Premiumhersteller ab Mitte 2028 vorgesehen.

Kontext und technischer Überblick
Automatisierte Fahrsysteme stützen sich auf eine Kombination mehrerer Sensoren, um die Fahrzeugumgebung zu erfassen und Fahraufgaben mit unterschiedlichen Automatisierungsgraden zu übernehmen. Innerhalb dieses automotive data ecosystem liefern Radarsensoren robuste Objekterkennung und präzise Entfernungsinformationen auch bei schlechten Sichtverhältnissen und widrigen Wetterbedingungen.

Die jüngste Produktgeneration von FORVIA HELLA, der ForWave7HD-Radar, integriert bis zu 32 Sende- und Empfangskanäle pro Einheit. Diese Multikanalarchitektur erhöht die räumliche Auflösung und die Objekttrennschärfe gegenüber Radarsystemen mit geringerer Kanalzahl. Laut Unternehmensangaben erreichen die Sensoren eine Detektionsreichweite von bis zu 400 Metern und verbessern zugleich die Nahbereichserfassung sowie das Sichtfeld.

Die Zusammenarbeit mit NXP nutzt die Imaging-Radar-Chips der dritten Generation von NXP, wobei der Prozessor S32R47 eine zentrale Rolle spielt. Der Radar­betrieb erfordert das Senden hochfrequenter Signale und die Auswertung ihrer von Objekten reflektierten Echos; eine höhere Rechenleistung ermöglicht eine feinere Auflösung und schnellere Signalverarbeitung. Diese Eigenschaften sind für automatisierte Fahrfunktionen entscheidend, da sie eine schnelle und zuverlässige Umfelderfassung voraussetzen. Die Gesamtverantwortung für das Produkt – einschließlich Hardware- und Softwareentwicklung sowie Industrialisierung – liegt bei FORVIA HELLA, das auf 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Radarsensoren zurückgreift.


Hochauflösendes Radar für automatisiertes Fahren

Relevanz für automatisierte Fahrsysteme

Die digitale Lieferkette für automatisiertes Fahren umfasst Wahrnehmungssensoren (Radar, Kamera, Lidar), Rechenplattformen und Datenfusionsalgorithmen. ForWave7HD-Radare mit erhöhter Kanalzahl und Reichweite sind darauf ausgelegt, hochauflösende Objekt- und Entfernungsdaten in diese Architekturen einzuspeisen. Konkret bedeutet dies:
  • SAE-Level-2+-Systeme automatisieren Lenkung, Beschleunigung und Bremsen teilweise, erfordern jedoch eine kontinuierliche Fahrerüberwachung. Eine verbesserte Radarauflösung unterstützt die objektscharfe Erkennung auf Fahrspurniveau und erhöht die Leistungsfähigkeit adaptiver Geschwindigkeits- und Lenksysteme.
  • SAE Level 3 (bedingte Automatisierung) erlaubt es dem System, alle Fahraufgaben innerhalb definierter Einsatzbedingungen ohne Fahrerüberwachung zu übernehmen. Die erhöhte Sensorpräzision unterstützt die Umgebungsmodellierung und die sicherheitsrelevanten Reserven, die für diese Automatisierungsstufe erforderlich sind.
Das erste Kundenprogramm für diese hochauflösenden Radarsensoren, abgesichert durch einen Auftrag im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, soll ab Mitte 2028 in die Serienproduktion gehen.

Technische Anwendungsfälle und Nutzen
In der Praxis erweitern hochauflösende Radarsensoren wie ForWave7HD die Fähigkeiten moderner Fahrerassistenzsysteme (ADAS), indem sie:
  • kleinere oder weiter entfernte Objekte früher erkennen, was die Längsregelung bei adaptiver Geschwindigkeitsführung und die Querführung in komplexen Verkehrssituationen verbessert;
  • Redundanz zu Kamera- und Lidarsystemen bieten, deren Leistungsfähigkeit durch Lichtverhältnisse oder Wetter eingeschränkt sein kann;
  • konsistente Entfernungs- und Geschwindigkeitsdaten liefern, die für Kollisionsvermeidung sowie automatisierte Spurhalte-, Spurwechsel- und Einfädelmanöver erforderlich sind.
Durch die gesteigerte Objektauflösung und Reichweite tragen diese Radarsensoren zu einer Sensorfusionsarchitektur bei, die sowohl aktuelle Fahrerassistenzfunktionen als auch zukünftige automatisierte Fahrfunktionen unterstützt.

Branchenkontext
Hochauflösende Radarsensoren sind zunehmend Bestandteil der technischen Roadmaps von Fahrzeugherstellern und Zulieferern, die höhere Automatisierungsgrade anstreben. Vergleichbare Ansätze setzen auf Multikanalradar und fortgeschrittene Signalverarbeitung, um Objektklassifizierung und -verfolgung zu verbessern. In diesem Umfeld spiegelt die Integration leistungsfähiger Halbleiterkomponenten den Trend zu einer engeren Kopplung von Sensorhardware und domänenspezifischer Rechenleistung wider, getrieben durch messbare Kriterien wie Kanalzahl, Detektionsreichweite und Sichtfeld.

Die genannten Automatisierungsstufen sind durch den SAE-International-Standard definiert:
  • Level 2+: partielle Fahrzeugautomatisierung mit erforderlicher Fahrerüberwachung;
  • Level 3: bedingte Automatisierung, bei der das System innerhalb bestimmter Einsatzbedingungen die Fahraufgabe übernimmt und den Fahrer bei Bedarf zur Übernahme auffordert.
Diese Stufen markieren schrittweise Entwicklungen hin zu höherer Fahrzeugautonomie und erfordern korrespondierende Fortschritte in der Sensor- und Verarbeitungstechnologie.

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