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Intelligente Energieverteilung für Fahrzeug-E/E-Architekturen
FORVIA HELLA und Analog Devices kooperieren bei der Entwicklung einer intelligenten, softwarekonfigurierbaren elektronischen Sicherungslösung für E/E-Architekturen der nächsten Fahrzeuggeneration.
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FORVIA HELLA und Analog Devices, Inc. entwickeln gemeinsam ein intelligentes, konfigurierbares Sicherungssystem, das elektronische Sicherungen, integrierte Schaltkreise und Steuerungssoftware kombiniert, um die Energieverteilung in modernen automobilen E/E-Architekturen zu steuern, insbesondere in zonalen Plattformen für softwaredefinierte Fahrzeuge.
Kontext der Zusammenarbeit
FORVIA HELLA ist ein internationaler Automobilzulieferer mit Schwerpunkt auf Karosserieelektronik, Lichtsystemen und softwarebasierten Steuergeräten. Analog Devices (ADI) entwickelt Halbleiterlösungen für Signalverarbeitung und Leistungsmanagement.
Die Zusammenarbeit adressiert die zunehmende Komplexität automobiler elektrischer Systeme infolge höherer Elektrifizierung, zonaler Architekturen und softwaredefinierter Funktionen. Herkömmliche mechanische Sicherungen und verteilte Kabelbäume begrenzen Skalierbarkeit, Diagnosefähigkeit und Bauraumeffizienz. Die Integration elektronischer Schutz-, Überwachungs- und Steuerungsfunktionen erforderte komplementäre Kompetenzen in Systemintegration, funktionaler Software und Halbleiterdesign.
Technische Lösung und Verantwortlichkeiten
Die gemeinsam entwickelte Lösung mit der Bezeichnung intelligent Configurable Fuse (iConF) integriert eine elektronische Sicherung (eFuse), einen dedizierten integrierten Schaltkreis sowie Steuerungssoftware zu einer funktionalen Einheit.
FORVIA HELLA verantwortet die iConF-Gesamttechnologie, einschließlich Applikationssoftware, Systemintegration und Design der elektronischen Sicherungssysteme. ADI steuert den eFuse-IC bei, einschließlich Smart-Power-Architektur und zugrunde liegendem Schaltungsdesign.
Auf Systemebene überwacht iConF aktiv Strom und Spannung, erkennt Fehler in Echtzeit und ermöglicht ein reversibles Schutzverhalten. Im Gegensatz zu konventionellen Sicherungen erlaubt das elektronische Design ein kontrolliertes Zurücksetzen sowie eine softwarebasierte Parametrierung. Die Schnittstellen sind für die Integration in Zonencontroller und Fahrzeugkommunikationsnetze moderner digitaler Infrastrukturen ausgelegt.
Einsatz und Integration
Die iConF-Lösung ist für den Einsatz in von FORVIA HELLA entwickelten Zonencontrollern vorgesehen. Diese fassen elektrische und elektronische Funktionen fahrzeugzonenspezifisch zusammen, reduzieren Kabellängen und zentralisieren das Energiemanagement.
Auf Basis eines ersten großvolumigen Kundenprojekts für einen globalen Premiumfahrzeughersteller ist der Serienstart für 2028 geplant. Muster des iConF-eFuse-IC stehen für Validierung und Systementwicklung zur Verfügung.
Anwendungen und Einsatzszenarien
Zielanwendungen sind Pkw mit zonalen E/E-Architekturen, elektrifizierten Antrieben und softwaredefinierten Plattformen.
Im Betrieb unterstützt iConF sicherheitskritische Verbraucher wie Lenkung und Bremse, indem es unter definierten Fehlerbedingungen eine ausfallsichere (fail-operational) Funktion gewährleistet. Reversible eFuses machen wartungszugängliche
Sicherungspositionen überflüssig und ermöglichen eine kompaktere Integration.
Erwarteter technischer Nutzen
Durch den Ersatz mechanischer Sicherungen und die Reduzierung von Leitungsredundanzen kann das System das Gewicht des Kabelbaums um bis zu 25 Prozent senken. Die Kombination aus Hardwareüberwachung und softwarebasierter Steuerung reduziert die Anzahl der Komponenten sowie den Bauraumbedarf.
Die Entkopplung von Software und Hardware ermöglicht Funktionsupdates über Over-the-Air-Mechanismen ohne physische Änderungen und unterstützt damit Lebenszyklusmanagement und Skalierbarkeit in der industriellen Automobilelektronik.
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