Nehmen Sie an unseren 155000 IMP Followern teil

www.auto-innovationen.com

Datenregulierung verändert den europäischen Automotive-Aftermarket

CLEPA, SERNAUTO und die Europäische Kommission analysieren in Brüssel die Umsetzung des Data Act und dessen Auswirkungen auf Datenzugang und Wettbewerb im Aftermarket.

  www.sernauto.es
Datenregulierung verändert den europäischen Automotive-Aftermarket

Der europäische Automotive-Aftermarket befindet sich in einem Transformationsprozess, der durch Digitalisierung, Nachhaltigkeitsziele und sich wandelnde regulatorische Rahmenbedingungen geprägt ist. In diesem Kontext befasste sich die 17. CLEPA Aftermarket-Konferenz, die am 18. und 19. März in Brüssel stattfand, mit der Umsetzung des Data Act und dessen Auswirkungen auf den Datenzugang im Sektor.

Regulatorischer Kontext und sektorale Zusammenarbeit
CLEPA, als europäischer Verband der Automobilzulieferer, fungiert als Koordinationsplattform zwischen Industrie, Regulierungsbehörden und Technologieanbietern. SERNAUTO, als Vertreter der spanischen Automobilzulieferindustrie, bringt eine nationale industrielle Perspektive in diesen Rahmen ein.

Diese Zusammenarbeit ergibt sich aus der zunehmenden Abhängigkeit von Daten aus vernetzten Fahrzeugen für die Entwicklung von Aftermarket-Dienstleistungen.

Die Veranstaltung versammelte mehr als 200 Teilnehmer, darunter Vertreter der Europäischen Kommission, mit dem Ziel, Herausforderungen bei der Schaffung eines offenen und wettbewerbsfähigen Datenmarktes im Mobilitätsökosystem zu analysieren.

Datenzugang und technische Herausforderungen
Ein zentrales Thema war die Umsetzung des Data Act als Rahmen für den Zugang zu und die Nutzung von Industriedaten. Der von Caruso vorgestellte Connected Vehicle Field Test (CVFT) 5.0 zeigte technische Einschränkungen bei der Datenverfügbarkeit auf.

Obwohl EU-Leitlinien festlegen, welche Daten bereitgestellt werden sollen, bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen Fahrzeugherstellern hinsichtlich Datenvolumen, -format und Zugriffsfrequenz. Das Fehlen standardisierter Echtzeitdaten begrenzt die Interoperabilität und erschwert die Entwicklung von Anwendungen für vernetzte Fahrzeuge.

Zudem führen Inkonsistenzen bei Preismodellen und Zugangsbedingungen zu operativer Unsicherheit für Anbieter digitaler Dienstleistungen.

Umsetzung und regulatorischer Rahmen
Der Data Act legt Grundsätze für den Datenaustausch fest, seine praktische Umsetzung variiert jedoch aufgrund unterschiedlicher Interpretationen durch die Hersteller. Dies führt zu einem fragmentierten Umfeld, in dem die Einhaltung nicht einheitlich ist.

Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, regulatorische Leitlinien zu erweitern, um faire Zugangsbedingungen sicherzustellen, wettbewerbliche Abhängigkeiten zu reduzieren und Investitionen in datenbasierte Lösungen zu fördern.

Wettbewerb im Aftermarket
Der Datenzugang steht in direktem Zusammenhang mit dem Wettbewerb im Aftermarket. Die MVBER-Verordnung, die den Vertrieb und die Reparatur von Fahrzeugen regelt, bleibt ein zentrales Instrument, weist jedoch Einschränkungen im Hinblick auf digitale Geschäftsmodelle auf.

Rechtsexperten wiesen darauf hin, dass der regulatorische Rahmen aktualisiert werden muss, um neue Technologien wie Datenplattformen und vernetzte Dienste zu berücksichtigen, mit einem Zeithorizont über 2028 hinaus.

Anwendungen und Anwendungsfälle
Ein strukturierter Zugang zu Fahrzeugdaten ermöglicht:
  • Vorausschauende Wartungsdienste
  • Ferndiagnose und Flottenmanagement
  • Prozessoptimierung in unabhängigen Werkstätten
  • Integration in digitale Infrastruktursysteme
Diese Anwendungsfälle hängen von der Verfügbarkeit von Echtzeitdaten, standardisierten Schnittstellen und transparenten Zugangsbedingungen ab.

Marktauswirkungen
Fortschritte hin zu einem klareren regulatorischen Umfeld sind entscheidend für die Marktstabilität. Eine fehlende Harmonisierung beim Datenzugang kann Innovationen einschränken und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Automobilsektors beeinträchtigen.

Der Data Act stellt eine erste regulatorische Grundlage dar, doch seine Weiterentwicklung wird entscheidend sein, um ein funktionales, interoperables und wirtschaftlich tragfähiges Datenökosystem im Automotive-Aftermarket zu etablieren.

Bearbeitet von Maria Brueva, Redakteurin bei Induportals – mit Unterstützung von KI angepasst.

www.sernauto.com

  Fordern Sie weitere Informationen an…

LinkedIn
Pinterest


Passwort vergessen?

Nehmen Sie an unseren 155000 IMP Followern teil