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Hybridgetriebe steigert Effizienz im Schwerlastverkehr

ZF Commercial Vehicle Solutions testet Getriebetechnologie zur Unterstützung eines Automotive Data Ecosystems und der EU-Dekarbonisierungsziele im Fern- und Verteilerverkehr.

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Hybridgetriebe steigert Effizienz im Schwerlastverkehr

Ein Hybridgetriebesystem für schwere Nutzfahrzeuge wurde unter kontrollierten und realitätsnahen Bedingungen validiert und zeigt ein messbares Potenzial zur CO₂-Reduktion bei gleichzeitig hoher betrieblicher Flexibilität für Logistikflotten.

Validierung unter realen Betriebsbedingungen
ZF Commercial Vehicle Solutions führte ein dediziertes Testprogramm am Standort Friedrichshafen durch, bei dem internationale Medien die Leistungsfähigkeit der nächsten Generation des Hybridgetriebes bewerten konnten. Die Versuche konzentrierten sich auf praxisnahe Einsatzszenarien im Fern- und Regionalverkehr.

Das System adressiert eine zentrale Herausforderung im Schwerlastverkehr: die begrenzte Umsetzbarkeit einer vollständigen Elektrifizierung bei variierenden Routen und Ladeinfrastrukturen. Die Hybridisierung ermöglicht eine teilweise Elektrifizierung, ohne Reichweite oder Nutzlast einzuschränken.

Quantifizierte Emissionsreduktion und Wirtschaftlichkeit
Simulationen auf Basis der VECTO-Methodik zeigen, dass das Plug-in-Hybridsystem die CO₂-Emissionen im Fernverkehr um bis zu 47 % und im Verteilerverkehr um bis zu 73 % reduzieren kann, vorausgesetzt eine regelmäßige Nachladung erfolgt. Damit unterstützt das System die Einhaltung der europäischen Flottenemissionsziele für 2030.

Auch wirtschaftlich ergeben sich Vorteile: Durch geringeren Kraftstoffverbrauch und den Einsatz elektrischer Fahranteile kann sich das System laut ZF unter typischen Einsatzbedingungen in weniger als zwei Jahren gegenüber konventionellen Dieselantrieben amortisieren.

Hybridarchitektur und Antriebsintegration
Das System basiert auf der TraXon-2-Plattform und integriert einen von ZF entwickelten Elektromotor in einer P2-Anordnung zwischen Kupplung und Getriebe. Diese Architektur ermöglicht rein elektrisches Fahren, insbesondere in emissionsregulierten Zonen, sowie einen Hybridbetrieb über den gesamten Gangbereich hinweg.

Der Elektromotor arbeitet mit einer Spannung von 600 bis 800 Volt und liefert eine Dauerleistung von 190 kW, mit zusätzlicher Spitzenleistung für Beschleunigungs- und Lastanforderungen. Rekuperation trägt zur Effizienzsteigerung bei, indem Bremsenergie zurückgewonnen wird. Der Verbrennungsmotor bleibt für Langstreckenanwendungen verfügbar und sichert Reichweite und Betankungsflexibilität.

Kompatibilität mit verschiedenen Energieträgern
Das Hybridgetriebe ist als modulare Lösung innerhalb einer umfassenden Elektrifizierungsstrategie ausgelegt. Es kann mit klassischen Dieselantrieben ebenso kombiniert werden wie mit alternativen Kraftstoffen wie HVO bzw. E-Fuels, CNG/LPG oder Wasserstoff-Verbrennungsmotoren.

Darüber hinaus ergänzt es bestehende elektrische Antriebstechnologien von ZF, darunter CeTrax 2 und AxTrax 2. Dies ermöglicht Flottenbetreibern, ihre Fahrzeugkonfigurationen flexibel an Infrastruktur und langfristige Dekarbonisierungsstrategien anzupassen.

Rolle im Übergang zu emissionsarmer Logistik
Hybridlösungen dieser Art bieten einen pragmatischen Übergang zur Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs, insbesondere für Flotten mit begrenzten Investitionsbudgets oder unzureichender Ladeinfrastruktur. Sie ermöglichen eine schrittweise Elektrifizierung bei gleichzeitiger Sicherstellung der betrieblichen Kontinuität.

Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zu einem vernetzten Automotive Data Ecosystem, in dem Betriebsdaten genutzt werden, um Routenplanung, Ladeprozesse und Energieverbrauch kontinuierlich zu optimieren.

Bearbeitet von der Industriejournalistin Sucithra Mani mit Unterstützung von KI.

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