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Gasmotorentechnologien verbessern emissionsarme Leistungsfähigkeit
PHINIA präsentiert auf dem Vienna Motor Symposium Technologien für Verbrennung und Einspritzung zur Unterstützung des Automotive Data Ecosystem und der Euro-7-Konformität.
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PHINIA hat neue Forschungsergebnisse und Demonstratoren vorgestellt, die die Einsatzreife von Gaskraftstoffsystemen für Verbrennungsmotoren belegen und auf emissionsarme Mobilität in Automobil- und Industrieanwendungen abzielen. Der Fokus liegt auf Wasserstoff, komprimiertem Erdgas (CNG) und Ammoniak als praktikable Energieträger für Hochleistungs- und Schwerlastanwendungen.
Präsentation der Technologien auf internationaler Bühne
Auf dem Vienna Motor Symposium 2026 in Vienna stellte PHINIA ein technisches Papier vor, das Fortschritte bei Einspritz-, Zünd- und Verbrennungssystemen für gasförmige Kraftstoffe beschreibt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Wasserstoff, CNG und Ammoniak je nach Anwendung CO₂-Emissionen deutlich reduzieren oder vermeiden können. Damit stellen sie komplementäre Lösungen innerhalb einer diversifizierten Antriebsstrategie dar, insbesondere dort, wo Elektrifizierung durch Reichweite, Lastprofile oder Infrastruktur eingeschränkt ist.
Einspritz- und Zündsysteme für gasförmige Kraftstoffe
Die Studie unterstreicht die Marktreife von Niederdruck-Gaseinspritzsystemen für aktuelle CNG-Anwendungen sowie die Entwicklung einer neuen Generation der Niederdruck-Direkteinspritzung (DI). Gegenüber der konventionellen Saugrohreinspritzung (PFI) zeigt die DI-Technologie messbare Vorteile bei Wirkungsgrad, Emissionskontrolle und Leistungsdichte.
Das Flexispark-Zündsystem von PHINIA ist auf die variablen Verbrennungseigenschaften gasförmiger Kraftstoffe ausgelegt. Es ermöglicht eine präzisere Zündsteuerung und reduziert den Verschleiß von Zündkerzen, was insbesondere bei Wasserstoff- und Ammoniakbetrieb relevant ist.
Auf einer 13-Liter-Nutzfahrzeugplattform wurde durch die Umrüstung eines Dieselbrennverfahrens auf Wasserstoff mittels Hochdurchfluss-PFI-Injektoren ein indizierter thermischer Wirkungsgrad von über 45 % erreicht. Dieser Wert liegt auf dem Niveau moderner Dieselmotoren bei gleichzeitig deutlich reduzierten CO₂-Emissionen.
Wasserstoff-Verbrennung für anspruchsvolle Anwendungen
Darüber hinaus präsentierte PHINIA Fortschritte bei Wasserstoff-Verbrennungsmotoren (H2ICE). Bestehende Motorarchitekturen können dabei mit begrenzten Anpassungen auf Wasserstoffbetrieb umgestellt werden, ohne grundlegende Neukonstruktionen. Dies ermöglicht Skalierbarkeit innerhalb bestehender Produktionsstrukturen und reduziert Umstellungskosten.
Diese Technologie eignet sich besonders für Schwerlastverkehr, industrielle Anwendungen und Langstreckeneinsätze, bei denen batterieelektrische Lösungen durch Energiedichte oder Ladezeiten begrenzt sind.
Leistungsnachweis durch Hy6-Wasserstoffmotor
Ein zentrales Demonstrationssystem ist der Alpine Hy6-Wasserstoffmotor, entwickelt im Rahmen des Alpenglow-Programms. Mit PHINIA-Systemen ausgestattet erreichte die Plattform eine Geschwindigkeit von 312,9 km/h und demonstriert damit das Leistungs-potenzial wasserstoffbasierter Verbrennungstechnologie.
Dieses Beispiel zeigt, dass Gaskraftstofftechnologien nicht nur Effizienzvorteile bieten, sondern auch in Hochleistungsanwendungen eingesetzt werden können, ohne die Emissionsziele zu vernachlässigen.
Bedeutung für zukünftige Antriebssysteme
Die vorgestellten Technologien stehen im Kontext eines sich entwickelnden Automotive Data Ecosystem, in dem Verbrennungsoptimierung, Emissionskontrolle und Systemdiagnostik zunehmend datenbasiert erfolgen.
Gaskraftstoffe bieten eine technisch umsetzbare Möglichkeit, Emissionen innerhalb bestehender Motorplattformen zu reduzieren. Damit stellen sie eine ergänzende Lösung zur Elektrifizierung dar, insbesondere für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Reichweite und Leistungsfähigkeit.
Durch nachweisbare Effizienzsteigerungen, Kompatibilität mit bestehenden Motoren und die Ausrichtung auf regulatorische Anforderungen wie Euro 7 zeigen diese Entwicklungen, dass gasförmige Kraftstoffe eine realisierbare Option für die zukünftige Mobilität darstellen.
Bearbeitet von der Industriejournalistin Sucithra Mani mit Unterstützung von KI.
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