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02
'26
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Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs auf alpinen Güterkorridoren
MAN Truck & Bus und die Dettendorfer Energy GmbH gründen eine Initiative zum Einsatz batterieelektrischer Fahrzeugflotten auf der Brenner-Transitroute.
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MAN Truck & Bus und die Dettendorfer Energy GmbH haben gemeinsam mit Partnern aus der Industrie die „Initiative Green Brenner“ ins Leben gerufen, um den Einsatz batterieelektrischer Nutzfahrzeuge auf dem alpinen Brennerkorridor zu skalieren. Diese technische Kooperation etabliert eine emissionsarme Alternative für den Straßengüterverkehr und schafft vor der Fertigstellung des Brenner-Basistunnels einen komplementären Rahmen zum Schienenverkehr.
Betriebliche und ökologische Herausforderungen im alpinen Transit
Der Schwerlasttransit durch enge Alpentäler unterliegt strengen Einschränkungen hinsichtlich CO₂-Emissionen, Feinstaub und Lärmbelastung. Zur Bewältigung dieser logistischen und ökologischen Herausforderungen ist eine sektorübergreifende Kooperation zwischen Fahrzeugherstellung und Energieversorgung notwendig, um eine tragfähige, emissionsfreie Alternative zu Flotten mit Verbrennungsmotoren zu entwickeln.
Jedes eingesetzte Elektro-Nutzfahrzeug reduziert die Kohlendioxidemissionen um durchschnittlich 95 Tonnen pro Jahr, bezogen auf eine jährliche Laufleistung von 110.000 Kilometern. Diese Umstellung wirkt der lokalen Umweltbelastung entgegen, indem sie Abgas-Feinstaubemissionen vollständig eliminiert und die Entstehung von Bremsstaub durch alternative Verzögerungsmechanismen minimiert.
Technische Parameter und Architektur der Energierückgewinnung
Die technische Lösung basiert auf schweren batterieelektrischen Lkw, die mit hochentwickelten regenerativen Bremssystemen ausgestattet sind. Auf Gefällestrecken nutzen die Fahrzeuge Rekuperationsmechanismen, um kinetische Energie in elektrische Energie zurückzuwandeln, wodurch bis zu 40 Prozent des beim Aufstieg verbrauchten Stroms zurückgewonnen werden. Diese Systemarchitektur senkt den gesamten Netzenergiebedarf im Rundlaufbetrieb direkt.
Akustisch führt der elektrische Antriebstrang beim beschleunigten Anfahren zu einer Lärmreduzierung um 12,6 dB im Vergleich zu herkömmlichen Dieselfahrzeugen, was den gefühlten Schalldruckpegel etwa halbiert. Wirtschaftlich senkt die Integration dieser Antriebe die Gesamtenergiekosten unter aktuellen Marktbedingungen um 40 Prozent. In Kombination mit einer Reduzierung der Mautgebühren um 80 Prozent führt die Architektur zu einer Senkung der Gesamtbetriebskosten (TCO) um rund 20 Prozent über einen dreijährigen Betriebszyklus.
Infrastrukturausbau und Korridorentwicklung
Die langfristige Skalierung der batterieelektrischen Flotte hängt vom Ausbau der lokalen digitalen Infrastruktur und der Netzkapazitäten entlang des europäischen Transitkorridors ab. Megawatt-Ladesysteme und hochbelastbare Netzanschlüsse sind erforderlich, um kommerzielle Ladezyklen mit hohem Durchsatz zu unterstützen, ohne die regionalen Stromverteilungsnetze zu destabilisieren.
„Der Brenner ist ein Stresstest für den europäischen Güterverkehr. Bis zur Fertigstellung des Brenner-Basistunnels können E-Lkw einen wichtigen Beitrag zur Entlastung leisten“, erklärte Dr. Frederik Zohm, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei MAN Truck & Bus.
„Für Logistikunternehmen zählt letztlich die Praxistauglichkeit. Wir zeigen, dass ein emissionsfreier Transport im Alpenraum ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich attraktiv ist“, erklärte Georg Dettendorfer, Geschäftsführer der Dettendorfer Energy GmbH.
Anwendungen und künftige Güterverkehrsintegration
Das Hauptanwendungsgebiet konzentriert sich auf den Straßengüterverkehr entlang des alpinen Transitkorridors für Verkehrsströme, die nicht sofort auf die Schieneninfrastruktur verlagert werden können. Durch die Erfassung von Betriebsdaten aus ersten Flotteneinsätzen wollen die beteiligten Partner die Fahrzeugdisposition, die Ladezyklen und die Energieaufnahmeprofile optimieren. Diese systemische Validierung schafft eine skalierbare Blaupause für eine emissionsfreie Logistik auf anderen topografisch anspruchsvollen Transportrouten in Europa.
Redigiert von Maria Brueva, Induportals-Redakteurin – angepasst durch KI.
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