www.auto-innovationen.com
02
'26
Written on Modified on
HighTec aktualisiert Arm-Compilerplattform für funktionale Sicherheit im Automotive-Bereich
Werkzeugkette kombiniert Rust und C/C++ mit zertifizierten Workflows für funktionale Sicherheit und Automotive-Cybersecurity.
www.hightec-rt.com

Eingebettete Fahrzeugsysteme erfordern zunehmend gemischtsprachige Software, langfristige Wartbarkeit und die Einhaltung strenger Sicherheits- und Security-Standards. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte HighTec EDV-Systeme Version 10.0.0 seiner Rust- und C/C++-Arm-Entwicklungsplattform für sicherheitskritische Automotive-Software.
Rust in gewachsene Automotive-Codebasen integrieren
Die Plattform vereint Rust mit bestehender C- und C++-Entwicklung für Arm-basierte Mikrocontroller und Prozessoren. Dadurch können Entwicklungsteams speichersichere Rust-Module neben bestehendem Code einführen, ohne etablierte Software-Stacks wie MCAL-Schichten oder AUTOSAR-Komponenten ersetzen zu müssen. Rust-Code lässt sich auf Applikationsebene einsetzen, während hardwarenahe Treiber und Basissoftware weiterhin in C oder C++ verbleiben.
Die Toolchain basiert auf LLVM und wurde in dieser Version auf LLVM 19 aktualisiert. Das neuere Backend bringt Optimierungsverbesserungen und erweiterte Sprachunterstützung für Rust- und C/C++-Builds. Für Entwickler bedeutet das ein einheitliches Compiler-Framework für gemischtsprachige Projekte auf Arm-Zielarchitekturen.
Qualifizierungsgrundlagen für Safety und Security
Automotive-Softwareprojekte müssen die Einhaltung funktionaler Sicherheits- und Cybersecurity-Anforderungen nachweisen. Die HighTec-Toolchain ist für den Einsatz in Projekten qualifiziert, die ISO 26262 bis ASIL D – der höchsten Integritätsstufe für Straßenfahrzeuge – erfüllen müssen. Zusätzlich ist sie auf Prozesse gemäß ISO 21434 für Automotive-Cybersecurity abgestimmt.
Zur Unterstützung der Zertifizierungsaktivitäten enthält die Version aktualisierte Safety-Qualification-Kits. Diese stellen Dokumentation, Validierungsnachweise und Prozessartefakte bereit, die zur Begründung des Tool-Vertrauens in Safety-Cases benötigt werden. Dadurch reduziert sich der Aufwand bei der Integration des Compilers in Projekte mit formaler Bewertung.
Erweiterte Unterstützung für Arm-Architekturen
Version 10.0.0 erweitert die Geräteunterstützung über mehrere 32-Bit-Arm-Kerne hinweg, darunter Cortex-A, Cortex-R und Cortex-M aus dem Portfolio von Arm. Dieses Spektrum deckt Applikationsprozessoren, Echtzeitprozessoren und Mikrocontroller ab, wie sie in Karosseriesteuergeräten, Antriebssträngen, ADAS und Domänencontrollern eingesetzt werden.
Die Unterstützung sowohl von Single-Core- als auch Multicore-Konfigurationen ermöglicht den Einsatz in verteilten ECU-Architekturen ebenso wie in zentralisierten Rechenplattformen. Eine konsistente Toolchain über diese Zielsysteme hinweg vereinfacht Software-Wiederverwendung und Wartung in langfristigen Fahrzeugprogrammen.
Gemischtsprachige Entwicklung als praktikabler Migrationspfad
Die Integration von Rust in bestehende C/C++-Workflows adressiert eine zentrale Herausforderung der Automotive-Softwareentwicklung: höhere Speichersicherheit zu erreichen, ohne ausgereifte und validierte Codebasen neu schreiben zu müssen. Da beide Sprachen innerhalb einer qualifizierten Umgebung kompiliert werden, können Teams Rust schrittweise in neuen Modulen einsetzen und bewährte Komponenten weiterhin nutzen.
In diesem Zusammenhang positioniert sich die HighTec Rust- und C/C++-Arm-Entwicklungsplattform v10.0.0 als Werkzeugkette, die speichersichere Programmierung, funktionale Sicherheitskonformität und Automotive-Cybersecurity in einer zertifizierungsorientierten Entwicklungsumgebung für eingebettete Fahrzeugsysteme zusammenführt.
www.hightec-rt.com
Fordern Sie weitere Informationen an…

