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Projekt Scale4Edge startet im Rahmen der Leitinitiative „Vertrauenswürdige Elektronik“ des Bundesforschungsministeriums

Skalierbares Ökosystem für Spezialprozessoren für das Internet der Dinge wird angestrebt.

Projekt Scale4Edge startet im Rahmen der Leitinitiative „Vertrauenswürdige Elektronik“ des Bundesforschungsministeriums

Die Entwicklung und den Einsatz von vertrauenswürdigen Spezialprozessoren in Deutschland voranzutreiben – das ist das Ziel des Forschungsprojekts Scale4Edge. Unter der Koordination der Infineon Technologies AG bündeln in den kommenden drei Jahren 22 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft ihre Kräfte. Erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt werden bereits Ende dieses Jahres erwartet.

„Gerade für Anwendungen im Internet der Dinge, wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder medizinische Lösungen, spielt die Vertrauenswürdigkeit von Elektronik eine wichtige Rolle“, sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon. „Scale4Edge ist angetreten, die Technologiekompetenz im Bereich Spezialprozessoren rund um die Open-Source-Architektur RISC-V in Deutschland voranzutreiben. Das erweitert unsere technologischen Handlungsspielräume, erhöht unsere Wettbewerbsfähigkeit und wird zum Fortschritt der Digitalisierung beitragen.“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Scale4Edge-Projekt mit rund 17,3 Millionen Euro im Rahmen der Leitinitiative „Vertrauenswürdige Elektronik“. Scale4Edge soll helfen, die erforderliche Kompetenz entlang der Wertschöpfungskette im Bereich Edge-Computing Plattformen – die jenseits der Cloud agieren können – in Deutschland auszubauen. Dazu gehören IP- und Tool-Anbieter, Halbleiterunternehmen und IoT-Endprodukthersteller aus verschiedenen Bereichen wie Automobil, Industrie- sowie Hausautomatisierung, als auch Luftfahrttechnologie.

„Deutschland ist Innovationsland und will das auch bleiben“, betont Bundesforschungsministerin Anja Karliczek anlässlich des Projektstarts. „Wir haben mit der geballten Kompetenz im Land das Zeug dazu, uns bei Schlüsseltechnologien wie der Mikroelektronik international zu behaupten und technologisch souverän handeln zu können. Der Bedarf an immer leistungsfähigeren und gleichzeitig vertrauenswürdigen Spezialprozessoren ist immens und ich bin der festen Überzeugung, dass wir in Deutschland weltweit dann erfolgreich Standards setzen können, wenn wir unsere Stärken bündeln.

Ich freue mich, dass sich viele engagierte Mitstreiter genau mit diesem Ziel vor Augen nun gemeinsam in dem Projekt Scale4Edge engagieren. Ich bin mir sicher, dass Scale4Edge durch die Unterstützung meines Ministeriums in Höhe von 17,3 Millionen Euro einen kraftvollen Schub erhalten wird. Allen Beteiligten wünsche ich viel Erfolg und gutes Gelingen.“

Im Ergebnis soll ein skalierbares Ökosystem für Edge-Computing rund um die RISC-V-Architektur geschaffen werden, das verschiedenste Spezialanwendungen in der Industrie bis hin zum intelligenten Zuhause oder autonom fahrenden Auto ermöglicht. Edge-Computing beschreibt die Ausführung von Software an der Grenze zwischen digitaler und realer Welt und damit nicht in der Cloud. Entwicklungszeiten für anwendungsspezifische Prozessoren sollen verkürzt und Kosten gesenkt werden. Die anwendungsbezogene Integration von Hard- und Software wird es dabei erlauben, Energieeffizienz, Leistung und Sicherheit zu optimieren.

Mikroelektronik stellt mit ihren Chips einen enormen Hebel für die Anwendungsmärkte dar. Daher hat ein zunächst fokussiert angelegtes Projekt wie Scale4Edge das Potenzial, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in einem breiten Anwendungsspektrum zu stärken und die Digitalisierung weiter voranzutreiben.

Einen Überblick zu allen Partnern des Projekts und weitere Informationen zum Ökosystem sind erhältlich unter https://scale4edge.edacentrum.de

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